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Alles was Spaß macht

30. November 2007 um 20:57

Einblicke ins orthodoxe Judentum

Heute habe ich den Weblog “hamantaschen” entdeckt. Die Autorin beschreibt sich selber so:

Miriam Woelke
41, lebe in Jerusalem und bin Israeli. Juedisch - orthodox mit einigen Jahren Yeshiva - Vergangenheit, schwebe durch die chassidische Welt, spreche mit allen Leuten und verbringe Stunden mit relig. Buechern und Vortraegen. Schreibe fuer eine Site im ultra - orthod. Boro Park in New York und plane ein Buch ueber die chassidische Realitaet heute. Menschen und ihr Leben.

Ich finde den Blog zwar krass, aber auch irgendwie faszinierend. Er eignet sich gut, um mal religiös etwas über den Tellerrand zu schauen. Hier Beispiele von Artikeln, die ich ganz spannend finde, weil man viel über die Denkweise lernt (in umgekehrt chronologischer Folge):

  • Schokolade mit bitterem Beigeschmack” - eine israelische Firma verkauft jetzt auch Schokoladenweihnachtsmänner in Israel. Deswegen rufen Orthodoxe zum Boykott aus.
  • Der Teufel und die Juden” - Beschreibung des gleichnamigen Buches von Rabbi Joshua Trachtenberg (1904 - 1959) über die Verteufelung des Judentums.
  • Die Benutzung der Namen G - ttes” - wie man nach dem Verständnis des Halacha (jüd. Religionsgesetz) das Gebot “Du sollst Meinen Namen nicht missbrauchen” (der Autorin zuliebe in der von Ihr gebrauchten Fassung - also ohne den Namen - wiedergegeben) lebt.

Schau mal da.

29. November 2007 um 23:38

freie Lobpreislieder zum Download

Die “Mars Hill Church Seattle” stellt kostenlose Lobpreislieder zum Download bereit. Ich habe mir ein paar davon schon mal angehört. Sie sind ganz unterschiedlich, je nach Gruppe. Ich denke da kann man fündig werden.

via dikosss

23. November 2007 um 23:39

Geschichtsstunde über Religionen

Unter mapsofwar.com findet man eine 90 sekündige Zusammenstellung der Ausbreitung der großen Religionen. Ist schon irgendwie interessant.
Schau mal da: History of Religion

17. Oktober 2007 um 19:04

KiWi: Kirche und Wirtschaft

Was da bei glocalist.com im Artikel “KiWi (Kirche und Wirtschaft) - Die Kirche als Berater” steht kann ich noch nicht ganz einordnen:

Im Rahmen ihrer Katholischen Soziallehre betont die Kirche den Stellenwert von christlich-orientierten Werten für die Wirtschaft. Ihre 2000 Jahre währende Kompetenz im Bereich von Moral und Ethik sowie in der Leitung eines „Global Players“ möchte die Kirche mit dem Aufbau des KIWI-Netzwerkes noch stärker einbringen.

Einerseits finde ich es gut, dass die Bedeutung von ethischen und moralischen Werten in der Wirtschaft wieder stärker betont werden sollen. Andererseits finde ich das verwendete Vokabular irgendwie seltsam. Das macht mich irgendwie misstrauisch: “Global Player, “Kompetenz” und “Netzwerk”. Das sind alles zutiefst wirtschaftliche Begriffe.
Naja, vielleicht muss so reden, wenn man von Managern verstanden werden will?

Hier steht noch, was auf dem Infotag passieren soll:

Im Rahmen dieses ersten öffentlichen KIWIForums begründet Bischof Dr. Gebhard Fürst, warum die Kirche das KIWI-Netzwerk auf- und ausbaut. Als Unternehmer und Arbeitgeberpräsident bezieht Dr. Dieter Hundt zu KIWI Stellung und erläutert das Interesse der Wirtschaft an den neuen KIWI-Angeboten. Renate Pilz gibt als bekennende Christin und Chefin von über 1.200 Mitarbeitern Einblick in ihren Betrieb und zeigt auf, wie sie ihr Erfolgsunternehmen „fair führt“.

Klingt irgendwie ungewohnt. Aber eigentlich finde ich, dass es gut ist, wenn die Kirche wieder stärker die Praxisrelevanz betont.

17. Oktober 2007 um 18:58

Martial Arts

Die Nonnen, die hier im “Witness Magazine” beschrieben werden, haben sich eine etwas ausgefallene Art des körperlichen Ausgleichs ausgedacht… Ob das ein Fake ist?

16. Oktober 2007 um 18:49

neue Kirche

Als ich in der Meldung las, dass in Portugal eine neue Kirche eingeweiht wurde, klickte ich es nur an, weil ich noch die Geschichte mit dem Kirchenverkauf im Hinterkopf hatte. Was soll auch schon so interessant daran sein, dass so weit weg eine Kirche geweiht wurde?

Die Größe. Sie ist enorm.

So groß, dass sie

[…] über fast 9000 Sitzplätze verfügt. Mit einer Fläche von 12 300 Quadratmetern ist sie das viertgrösste katholische Gotteshaus der Welt. Sie entstand nach Plänen des orthodoxen griechischen Architekten Alexandros Tombazis und kostete gut 70 Millionen Euro, fast doppelt so viel wie anfangs geplant.

Aber leider geht es nicht um eine besonders blühende Gemeinde, sondern um einen Wallfartsort. Dort findet offenbar Mega-Events statt, die die Pilger in Scharen herführen.

Hier gugst Du: “Eine riesige neue Kirche in Portugal eingeweiht

15. Oktober 2007 um 19:05

iChurch - Marketing für Kirchengemeinden

Auf der Internet-Seite der Werbeagentur von Thomas Kilian “iChurch.de | Kirche geht Web 2.0” finden Kirchengemeinden Tipps bei der Erstellung der Internet-Präsens. Der Besitzer schreibt:

Immer mehr Menschen halten Kirche für nicht mehr aktuell. Ich bin Thomas Kilian, Leiter der Werbeagentur Thoxan in Ostwestfalen. Durch mein kirchliches Engagement weiß ich, wie wichtig es für eine Gemeinde ist, mit der Zeit zu gehen.
Deshalb habe ich das iChurch-Projekt gestartet. Ich möchte Kirchen und Organisationen dabei helfen, die Möglichkeiten der Neuen Medien erfolgreich zu nutzen.

Tatsächlich findet sich viel Werbung in eigener Sache. Dennoch findet man auch etliche Beiträge, die nützlich oder interessant sind. Ich denke die Zielgruppe sind eher Leute, die noch keine oder nur wenig Ahnung vom Internet haben. Immerhin ist die Idee ganz gut und vielleicht mausert sich die Seite zu einem echten Anlaufpunkt an dem sich Gleichgesinnte jenseits der konfessionellen Grenzen “treffen” können.

14. Oktober 2007 um 12:30

Zwangsräumung eines Klosters

Gerade ging es darum, ob die Kirche die Gebäude verkaufen soll oder nicht. Und nun geht es um den Fall, was passiert, wenn eine Gruppe sich abspaltet und aus dem Orden geworfen wird. Eine Nonne hatte eine Offenbarung und alle Schwestern folgten ihr begeistert, nur der Vatikan konnte mit dem “neuen Wort Gottes” nicht viel anfangen und wusste sich nicht anders zu helfen als die Schwestern rauszuwerfen…

Das ist die harmlose Version. Wie der 2-jährige Konflikt dann wirklich ablief, ist kaum zu glauben:

Die apokalyptische Visionen der Oberin sprachen von der nahenden Herrschaft des Teufels, die weder ihr Orden, noch die polnische katholische Kirche, noch der Vatikan anerkennen wollten. Die Nonnen stellten sich hinter die Oberin und brachen den Kontakt zum Orden ab.

Die Kongregation der „Schwestern der Familie von Bethanien“ wurde in Polen 1930 gegründet. Sie ist dem Kapuzinerorden angegliedert. Nach ihrer Absetzung rief die charismatische Äbtissin Ordensschwestern aus ganz Polen zu sich ins Kloster nach Kazimierz, von wo aus sie einen «Kirchenfrühling» organisieren wollte.

Der Konflikt eskalierte, als der Vatikan im vergangenen Dezember die aufständischen Nonnen aus dem Orden ausschloss. Das war das Zeichen zur offenen Revolte. Die Frauen verbarrikadierten Fenster und Türen, verstreuten Glassplitter auf den Wegen des Hofes und bauten das Kloster so zu einer Art kleinen Festung aus.

Ob die Ordnungskräft dabei an “Waco” denken mussten, weiß ich nicht. Das Großaufgebot an Polizei in Polen war jedenfalls beachtlich. Die Räumung war erfolgreich, aber ich glaube nicht, dass der Konflikt damit beendet wurde. Ich weiß nicht was der Inhalt der apokalyptischen Visionen war, deshalb kann ich mir kein Urteil erlauben. Aber irgendwie kommt mir das Vorgehen nicht angemessen vor.

Hier sind die Details: Nonnen vs. Staatsmacht - Zwangsräumung eines Klosters

14. Oktober 2007 um 12:22

Kirchen verkaufen?

In dem Betrag “Würde Nathan der Weise Kirchen an Muslime verkaufen?” wird diskutiert, dass die evangelische und katholische Kirche keine Kirchengebäude an islamische Gemeinden verkaufen würde.

Schon vor über vier Jahren hat es einem Autor in einem Islam-Forum den “Atem verschlagen”, als eine Sprecherin der evangelischen Landeskirche in Bielefeld erklärte, dass der Verkauf von Kirchen an jüdische und christliche Gemeinden erlaubt sei, der Verkauf an muslimische Gemeinden aber strengsten untersagt werde. “Es gibt eine entsprechende Empfehlung an unsere Gemeinden”, bestätigte sie laut Artikel vom 10. Juli 2003.

Denn: Auch ein nicht mehr als Gotteshaus genutztes Kirchengebäude werde in der Bevölkerung noch als Kirche wahrgenommen. Werde sie an eine muslimische Gemeinde verkauft, verstünden das viele nicht. Bei einem Verkauf beispielsweise an eine jüdische Gemeinde sei das anders: “Hier steht unser Glaube auf einer gemeinsamen Grundlage.”

An der Stelle bin ich echt total egoistisch: Bevor eine der großen Kirchen die Gebäude verkauft, fände ich es echt besser, wenn sie die Kirchen an die vielen jungen christlichen Gemeinden verschenken, die sich in den letzten 10 Jahren gebildet haben. Meinetwegen mit der vertraglichen Verpflichtung sie nicht an kommerzielle Interessenten weiterzuverkaufen.

Natürlich fände ich es noch besser, wenn sie die leeren Kirchen nutzen würden, um selber neue Gemeinden zu gründen, wie das vor einiger Zeit in Groß-Britannien war. Ich habe da schon lange nichts mehr drüber gehört, aber vor 10 Jahren war das ein Erfolgsmodell.

13. Oktober 2007 um 15:11

Tipps um in die Schlagzeilen zu kommen

Auf seinem Weblog gibt Martin ein paar echt gute Tipps, wie man mit seiner Gemeinde in die Schlagzeilen kommen kann: Wie unsere Kirchen und Gemeinden wieder öffentlich wahrgenommen werden! Allerdings muss man gewisse Nebenwirkungen einkalkulieren… ;-)

Mein Eindruck ist auch, dass die “große Presse” und die kleinen Lokalzeitungen ganz unterschiedlich mit gewisse Themen umgehen. Während in dem kleinen 16T-Seelen-Nest in dem ich aufwuchs ständig über alle möglichen lokalen Ereignisse auf 8 - 10 Seiten berichtet wird (es wird über alles berichtet, was passierte, gerade kirchliche Events sind immer drin), sind in den “Erlanger Nachrichten” gerade mal 3 - 4 Seiten mit den Ereignissen aus der 100T-Einwohner-Stadt enthalten (Werbung und Sport jeweils rausgerechnet). Und da sind meist die für mich interessanten Veranstaltungen nicht dabei. Ist schon klar: sie können auch nicht alles bringen, was in den über 60 Kirchengemeinden gemacht wurde. Aber das so wenig kommt, ist schon enttäuschend. Dabei sind jede Woche mehrere echt herausragende Events dabei. Aber Positives verkauft sich in der “großen” Presse wohl nicht so gut.

Negatives über Kirchens ist hingegen einer gewissen Häme sicher und kann auf ein Echo in der Presse rechnen…

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