Diesen Dialog habe ich im Januar 1993 aus der Newsgroup de.talk.jokes kopiert. Oliver Rosenkranz stellte ihn seinerzeit bereit. Ich lese ihn immer wieder gerne und hoffe, dass es auch andere erfreut. Er schrieb damals auch noch:
Wenn ihr nicht wisst, woher der Text stammt (natuerlich die englische
Originalfassung), dann schreibt SOFORT 100 mal folgenden Satz :ROEMER GEHT NACH HAUSE.
Wer durch Fleiss glaenzen will, kann das auch ins Lateinische uebersetzen…
Judith : Ich muss Dir sagen, Reigh, jede anti-imperialistische Gruppe wie die unsere muss eine solche Interessendivergenz innerhalb ihrer Machtbasis reflektieren.
Reigh : Einverstanden ! Francis ?
Francis : Ja, ich glaube, Judiths Standpunkt ist sehr stichhaltig, vorausgesetzt die Bewegung vergisst niemals, dass es das unveraeusserliche Recht eines jeden Mannes ist, …
Stan : … oder Frau !
Francis : … oder Frau, dass er sich selbst frei macht …
Stan : … oder sie sich selbst !
Francis : … oder sie sich selbst !
Reigh : Einverstanden !
Francis : Danke, Bruder.
Stan : …oder Schwester !
Francis : … oder Schwester … aehh … wo war ich ?
Reigh : Ich glaube, Du warst fertig.
Francis : Oh, richtig.
Reigh : Darueber hinaus ist es das Geburtsrecht eines jeden Mannes, …
Stan : … oder Frau !
Reigh : Warum hoerst Du nicht endlich mit den Frauen auf, so kommen wir zu keinem Ende !
Stan : Die Frauen haben ein natuerliches Recht, in unserer Bewegung eine Rolle zu spielen.
Francis : Warum redest Du nur pausenlos ueber Frauen, Stan ?
[kurzes Schweigen]
Stan : Weil ich eine sein moechte !
[Schweigen]
Reigh : Was ?
Stan : Ich moechte eine Frau sein. Ich moechte, dass Ihr … dass Ihr mich von jetzt an Loretta nennt.
[Reigh wird hysterisch.]
Reigh : WAS ?
Loretta : Das ist mein Recht als Mann !
Judith : Ja, aber, warum moechtest Du Loretta sein, Stan ?
Loretta : Weil ich Babies haben moechte.
Reigh : Was moechtest Du haben ? Babies ?
Loretta : Jeder Mann hat das Recht, Babies zu haben, wenn er sie haben will.
Reigh : Aber … aber … Du kannst keine Babies haben.
Loretta : Unterdruecke mich bitte nicht.
Reigh : Ich unterdruecke Dich ueberhaupt nicht, Stan, aber Du hast keine Mumu ! Und eine Gebaehrmutter hast Du auch nicht, wie soll denn das funktionieren ? Willst Du es in einer Zigarrenkiste aufheben ?
[Loretta faengt an zu heulen.]
Judith : Warte! Ich habe eine Idee. Nehmen wir an, dass Ihr Euch darauf einigt, dass er keine Babies bekommen kann, weil er keine Gebaehrmutter hat, woran niemand schuld ist, nicht einmal die Roemer, aber dass er das absolute Recht hat, Babies zu bekommen.
Francis : Gute Idee, Judith ! Wir kaempfen gegen die Unterdruecker fuer Dein Recht, Babies zu haben, Bruder. …Aehh, Verzeihung: Schwester.
Reigh : Das ist doch aber voellig sinnlos.
Francis : Was ?
Reigh : Es ist vollkommener Bloedsinn, fuer sein Recht, Babies zu bekommen zu kaempfen, wenn er keine Babies bekommen kann.
Francis : Es ist – aehhm, aehhm – symbolisch fuer Unser Ringen gegen die Unterdrueckung !
[leicht resigniert]
Reigh : …symbolisch fuer sein pausenloses Ringen gegen die Realitaet !

