In dem Betrag “Würde Nathan der Weise Kirchen an Muslime verkaufen?” wird diskutiert, dass die evangelische und katholische Kirche keine Kirchengebäude an islamische Gemeinden verkaufen würde.
Schon vor über vier Jahren hat es einem Autor in einem Islam-Forum den “Atem verschlagen”, als eine Sprecherin der evangelischen Landeskirche in Bielefeld erklärte, dass der Verkauf von Kirchen an jüdische und christliche Gemeinden erlaubt sei, der Verkauf an muslimische Gemeinden aber strengsten untersagt werde. “Es gibt eine entsprechende Empfehlung an unsere Gemeinden”, bestätigte sie laut Artikel vom 10. Juli 2003.
Denn: Auch ein nicht mehr als Gotteshaus genutztes Kirchengebäude werde in der Bevölkerung noch als Kirche wahrgenommen. Werde sie an eine muslimische Gemeinde verkauft, verstünden das viele nicht. Bei einem Verkauf beispielsweise an eine jüdische Gemeinde sei das anders: “Hier steht unser Glaube auf einer gemeinsamen Grundlage.”
An der Stelle bin ich echt total egoistisch: Bevor eine der großen Kirchen die Gebäude verkauft, fände ich es echt besser, wenn sie die Kirchen an die vielen jungen christlichen Gemeinden verschenken, die sich in den letzten 10 Jahren gebildet haben. Meinetwegen mit der vertraglichen Verpflichtung sie nicht an kommerzielle Interessenten weiterzuverkaufen.
Natürlich fände ich es noch besser, wenn sie die leeren Kirchen nutzen würden, um selber neue Gemeinden zu gründen, wie das vor einiger Zeit in Groß-Britannien war. Ich habe da schon lange nichts mehr drüber gehört, aber vor 10 Jahren war das ein Erfolgsmodell.


